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Befestigungstechnik aus Edelstahl Rostfrei

Planung und Werkstoffauswahl

Befestigungs- und Verbindungselemente aus Edelstahl Rostfrei haben sich seit vielen Jahren im Bauwesen bewährt

Eine Vielzahl nichtrostender Ankerschienen unter-
schiedlicher Größen und Längen ist im Handel erhältlich. Die Schienen werden entweder durch Schraublöcher mittels
Dübeln im Untergrund verankert oder direkt mit aufgeschweißtem Fixierungsanker einbetoniert.

Zahnhalteanker dienen der Befestigung von schweren Fassadenteilen. Die Ver-
zahnungsrillen in der Lasche und der Gegenplatte garantieren eine statisch einwandfreie Last-
übertragung. Durch die rechtwinklig zur Lasche einbetonierte Ankerschiene ist eine Höhenjustierung möglich.

Die wichtigste Anforderung an Befestigungen und Verankerungen von Vorsatzschalen und vorgehängten hinterlüfteten Fassaden stellt die Gewährleistung der Standsicherheit dar. Elemente aus Edelstahl Rostfrei bieten sich durch ihre Korrosionsbeständigkeit für derartige Einsatzbereiche nicht nur an, sie sind teilweise zwingend vorgeschrieben.

Befestigungssysteme aus Edelstahl Rostfrei dienen auf vielfältige Weise der Stabilisierung, Verbindung und Halterung von Bauteilen. Die häufigsten Anwendungen stellen Dübelsysteme und Ankerschienen dar. Daneben gibt es für jeden Fassadentyp und Einsatzzweck spezielle Trag- und Haltesysteme, z.B. Vormauerwerksbefestigungen, Gerüstanker oder Systeme für die Altbausanierung.

Damit die Befestigungsprodukte eine sichere und dauerhafte Übertragung der Kräfte in den Verankerungsgrund gewährleisten können, müssen sie speziell für den jeweiligen Baustoff konzipiert sein und selbstverständlich gemäß den gültigen technischen Regeln und den Landesbauordnungen ausgeführt werden. Ebenso ist eine fachgerechte Montage Vorraussetzung. Die Hersteller liefern dafür die zwingend vorgeschriebenen Richtlinien. Dübel, Ankerschienen usw. dürfen nur verwendet werden, wenn deren Tauglichkeit besonders nachgewiesen worden ist, z.B. durch eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung beim Institut für Bautechnik in Berlin.

Die Befestigungen der Natursteinplatten am Bundespresseamt in Berlin sind in den Fugen sichtbar und werden so zum Gestaltungselement der Fassade

Bei Verbindungsmitteln, wie z.B. Schrauben, Muttern, Gewindestangen etc. wird in der Regel als Werkstoff die Werkstoffnummer 1.4401 eingesetzt. Entsprechend der Allgemeinen Bauaufsichtlichen Zulassung Nr. Z-30.3-6 müssen Verankerungen und Verbindungselemente mindestens aus Stählen der Widerstandsklasse III hergestellt sein, also aus molybdänlegierten Stählen mit den Werkstoffnummern 1.4401, 1.4404, 1.4578, 1.4571 oder 1.4439. Neben diesen herkömmlich verwendeten Edelstahlsorten sind auch weitere nichtrostende Stähle, z.B. Lean Duplex Stahl Werkstoffnummer 1.4362 mit höherer Festigkeit für schlankere Bauteile mit Zulassung vom Institut für Bautechnik, Berlin (DIBT Nr. Z-30.3-19) möglich.

Fotos (links): Wilhelm Modersohn GmbH & Co. KG, Spenge
Foto (rechts): Martina Helzel, München

Technische Produktinformationen