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Werkstoffinformation

Verarbeitung und Konstruktion

Die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl Rostfrei ist eine Systemeigenschaft und u.a. abhängig von Verarbeitung und Konstruktion

Da sich nichtrostende Stähle gut kaltumformen (walzen, biegen, ziehen usw.) und fügen (schweißen, löten, kleben usw.) lassen, eignen sie sich gut für Anwendungen im Bauwesen. Um die Vorteile von Edelstahl Rostfrei uneingeschränkt nutzen zu können, sind die Verarbeitungstechniken den materialtypischen Besonderheiten des Werkstoffs anzupassen.

Zusätzlich können, abhängig von der Legierung, gute mechanische Eigenschaften (Festigkeit, Umformbarkeit, Zähigkeit) erreicht werden. Der große dichtekorrigierte E-Modul ermöglicht hohe Gewichtseinsparungen, speziell für lastbeanspruchte Bauteile.

Konstruktiv sind speziell bei bewitterten Bauteilen nicht vollständig verschweißte Nähte wegen ihrer Spalten zu vermeiden, in denen Verunreinigungen zurückbleiben und chemisch unkontrolliert wirken können. Grundsätzliche Voraussetzung für die Erzielung der optimalen Korrosionsbeständigkeit ist eine metallisch blanke Oberfläche. So sind beispielsweise in Verbindung mit Schweißprozessen auftretende Anlauffarben zu entfernen, je nach Anforderung durch mechanische Bearbeitung oder Beizen.

Foto: Otto SUHNER GmbH, Bad Säckingen