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Edelstahl Rostfrei im Außenbereich

Konstruktive Hinweise

Bei Bauteilen aus nichtrostenden Stählen hat auch die Konstruktion Einfluss auf die Korrosionsbeständigkeit

Eine Voraussetzung für die Korrosionsbeständigkeit nichtrostender Stähle ist eine metallisch blanke Oberfläche. Nach Verarbeitungsprozessen müssen alle Spuren entfernt werden, z.B. Anlauffarben nach dem Schweißen.

Wenn Bauteile geschweißt werden, wird dies in der Regel durch das WIG-Schweißen (Wolfram-Inert-Gas-Schweißen) erfolgen. Baustellenschweißungen sind weitgehend zu vermeiden, da vor Ort das Schweißen und die nachträgliche Oberflächenbearbeitung durch Baustelleneinflüsse erschwert wird. Vorteilhaft sind Schraub- und Steckverbindungen und/oder eine möglichst umfangreiche Vorfertigung der Bauteile in der Werkstatt.

In unvollständig geschlossenen Schweißnähten oder Spalten können sich nachhaltig Verunreinigungen festsetzen, die zu Spaltkorrosion führen können.

Bei konstruktionsbedingter Kombination mit anderen metallischen Werkstoffen (z.B. un- oder niedriglegierten Stählen, verzinktem Stahl, Aluminium) ist eine Korrosionsgefährdung dieser unedleren Kontaktwerkstoffe zu vermeiden. An den nichtrostenden Stählen selbst kommt Bimetallkorrosion (Kontaktkorrosion) praktisch nicht vor. Das Auftreten von Bimetallkorrosion ist an das Vorhandensein einer Flüssigkeit (Elektrolyt) im Kontaktbereich gebunden; d.h., eine Gefährdung besteht grundsätzlich nur dann, wenn die entsprechende Verbindung häufig und langanhaltend feucht ist. Ganz allgemein hat die Bimetallkorrosion in wässriger Umgebung (auch im Erdboden) eine größere Bedeutung als an der Atmosphäre, wo sie nur wirksam ist, solange Wasser nicht abtrocknet. Liegen Verschmutzungen, hygroskopische oder dauerfeuchte Ablagerungen vor, so sind auch unter den Bedingungen einer sonst unbedenklichen atmosphärischen Beanspruchung Schäden an den unedleren Werkstoffen möglich. Die Bimetallkorrosion kann in derartigen Fällen verhindert werden, indem durch Zwischenlagen aus Kunststoff oder Schutzanstrich des unedleren Metalls die Bauteile elektrisch voneinander isoliert werden.

Foto: MWH Metallwerk GmbH, Helmstadt

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